TV Werbung
Werbung im TV wird in der Form von Werbespots, die in der Regel 30 Sekunden dauern, in den USA seit 1941 und in Deutschland seit 1956 im Fernsehen ausgestrahlt. Am 3. November des Jahres wurde erstmals in der deutschen Fernsehgeschichte Werbung gezeigt: in der Sendung Zwischen halb und acht des Bayerischen Rundfunks wurde das Waschmittel Persil als erste Werbung im deutschen TV ausgestrahlt.
In der Anfangszeit der Fernsehwerbung stand die eigentliche Information über die Produkte im Vordergrund. Später wurden künstlerische Elemente, wie Musik, Humor und vor allem Erotik immer wichtiger.
Da bei der TV-Werbung als potentielle Käufer die richtige Zielgruppe von elementarer Bedeutung ist, wird eine umfangreiche Forschung der Einschaltquoten betrieben und oftmals das Programmangebot entsprechend gestaltet.

Neben der Unterbrecherwerbung haben sich in den letzten Jahren auch andere Formen der Fernsehwerbung etabliert. Dazu gehören unter anderem das Programmsponsoring, Werbung im Split-Screen, Spotpremieren oder Kurzunterbrechungen mit nur einem Spot. Man versucht damit, auf das Zapping- -Verhalten der Zuschauer zu reagieren.
Darüber hinaus kann man zur Fernsehwerbung auch Werbung im Teletext zählen, ebenso die gesponserte Platzierung der Produkte in beliebten Sendungen – das so genannte Product Placement.
In der heutigen Fernsehlandschaft zeigen sowohl die öffentlich-rechtlichen als auch die privaten Programme TV Werbung, wobei die Dauer und Form der Werbeblöcke sowie der unterbrechenden Werbung durch den Rundfunkstaatsvertrag geregelt wird.
Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF finanzieren sich zu einem Teil durch Werbung, der Rest der Einkünfte stammt aus den Rundfunkgebühren. Privatsender
erzielen dagegen den überwiegenden Teil ihrer Einnahmen durch die Vermietung von Werbezeiten. Während die Privatsender ihre Sendungen regelmäßig für Werbeblöcke unterbrechen, sind die öffentlich-rechtlichen Sender wesentlich zurückhaltender.
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